Jan Kristof Schliep - Tenor

Presse

Das Leben ist ein Karussell

Premiere im Aegi-Theater: TfN serviert schwungvolle Künneke-Operette Glückliche Reise

Mit Witz und großem Orchester: Die Operette Glückliche Reise vom TfN im Aegi

Kontaktanzeigen können zu Überraschungen führen. In der Operette Glückliche Reise von Eduard Künneke gibt es einige davon. Das Theater für Niedersachsen brachte in einer Hannover-Premiere den humoristischen Dreiakter aus dem Jahre 1932 (mit Texten von Max Bertuch und Kurt Schwabach) in zwei Vorstellungen im Theater am Aegi auf die Bühne - aufwendig, mit TfN-Orchester, TfN-Opernchor, Mitgliedern des Jugenchores und großen Kulissen.

Schwungvoll und mit viel Witz erzählt Regisseur Kalle Kubik die Sieben-Bilder-Geschichte zweier nach Südamerika ausgewanderter junger Deutscher, Robert von Hartenau (Götz Phillip Körner) und Stefan Schwarzenberg (Jan Kristof Schliep), die über eine Kontaktanzeige eine Brieffreundschaft zu zwei Damen in Berlin unterhalten und diese schließlich dort besuchen.

Damit beginnen viele Missverständnisse und amüsant-lustige Verwicklungen, denn die Reisebüro-Angestellte Lona Vonderhoff (Antonia Radneva) weiß nichts von dem Briefkontakt, den ihre Kollegin Monika Brink (Regine Sturm) aufgebaut hat. Mit Verve und viel Gefühl werden Schlager wie Glückliche Reise und Das Leben ist ein Karussell gesungen. Und das Duett von Radneva und Körner, Liebe kennt keine Grenzen, berührt.

Operette sich, wer kann: Das Theater für Niedersachsen präsentier eine <Q>Glückliche
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Operette sich, wer kann: Das Theater für Niedersachsen präsentier eine Glückliche Reise.
Foto: Andreas Hartmann ©

Gesang und Orchester (Leitung: Matthias Wegele) harmonierten prima, wobei Künnekes Stilmix aus Rumba, Paso Doble, Tango und Foxtrott - als Gefühlsspiegel der Protagonisten - punktgenau umgesetzt wird. Und so gibt es immer wieder Zwischenapplaus, auch für so manche Tanzeinlage. Die von Kubik bewußt in die 1950er Jahre verlegte Handlung (weil damals die ersten Reise Sehnsuchtsträume populär wurden) über Träume von exotischer Ferne, einem besseren Leben und von der großen Liebe kommt bestens an. Nach über zwei Stunden Reisefieber langer Applaus für die charmante, liebevoll ausgestattete und unterhaltsame Inszenierung. [Vier von fünf Sternen]

Christian Seibt in der Neuen Presse vom 17. Mai 2011 über:
Glückliche Reise am 14. Mai 2011 im Theater am Aegi


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